SPECIAL CLASSES

Zusätzliche osteopathische Kurse
und in ihrer Komplettierung Voraussetzung für OSTEOPATH F.O. ®

 

 

Special Classes sind Kurse, die sowohl einen Einstieg in die Funktionelle Osteopathie für Newcomer (z.B. Lymphtherapeuten) als auch eine Vertiefung unserer Methodik für Teilnehmer aus den cura Kursreihen (Cranial, Viszeral, Parietal) darstellen. Die jeweiligen Zugangsvoraussetzung für den Besuch der drei Kurse werden einzeln genannt. Der Besuch aller SPECIAL CLASSES gehört ausserdem zu den Zulassungsbedingungen für die OSTEOPATH F.O.® -Kandidaten.

Es handelt sich um folgende Kurse:

Osteopathische Lymphtechniken und Strain/Counterstrain sind klassische funktionelle Methoden mit größtenteils indirekten Techniken, die die Prinzipien des „Initial Ease“ und des Wegs des geringsten Widerstands, also die Behandlung in Annäherung in ihrem jeweiligen Indikationsfeld umsetzen. Dabei wirken die Strain/Counterstrain-Techniken ausschliesslich im parietalen Bereich des Bewegungsapparats über die positionierende Behandlung und gleichzeitige Wahrnehmung der Veränderungen  an sogenannten Tenderpoints. Die Osteopathischen Lymphtechniken wirken auch in den viszeralen Bereich hinein und bieten eine jahrzehntelang erprobte osteopathische Erweiterung der Behandlungserfolge der Lymphdrainage nach Vodder/Asdonk/ Földy.

Muscle Energy wiederum ist klassisch betrachtet eher eine direkte Diagnostik und Therapie, die methodisch an die Post-Isometrische Relaxation und die Isotonische Kontraktion anschliesst. Hierzulande gelten beide eher als „kleine“ manualtherapeutische Nebenmethoden. MUSCLE ENERGY besitzt allerdings in der klassischen Osteopathie seit Mitchell einen weitaus höheren Stellenwert, da sie auch diagnostisch von grosser Relevanz und therapeutisch eine wertvolle Ergänzung zu den indirekten Techniken darstellt. Das neuromuskuläre Ungleichgewicht steht im Vordergrund. Hypertonizität von muskulärem Agonisten und und Hypotonizität der jeweiligen Antagonisten sind die Ansätze, die bei cura und anderen moderneren Ansätzen auch in indirekte Muscle Energy Techniken umgesetzt werden. Dies stellt eine wichtige Ergänzung der ansonsten vor allem faszial und artikulär ausgerichtete Parietalen Osteopathie dar. So erinnert die Herangehensweise an die Bewegungsgrenze an die Manuelle Therapie oder die direkten Techniken, aber über ihre osteopathische Verfeinerung geht es von hier aus in die indirekte Umsetzung, in den „Ease“.

 

Zu den Kursinhalten:

OSTEOPATHISCHE LYMPHTECHNIKEN            O-LYMPH

Teilnahme-Voraussetzung/Vorkurs:
Manuelle Lymphdrainage / KPE-Zertifikat
oder
CCC aus der Funktionellen Osteopathie

Behandlung der faszialen Führungsstrukturen der Lymphbahnen zum verbesserten Abtransport der lymphpflichtigen Lasten / osteopathische Behandlung von Adhäsionen, Verletzungsfolgen oder postoperativen sekundären Lymphödemen

Funktionelle Anatomie: Tiefe fasziale Gefässbündelung der Trias Arterie, Vene, Nerv mit den Lymphbahnen

Spezifisch osteopathische Techniken zur Verbesserung der Flüssigkeits-Dynamik bei Hydrostase und Ödembildung / Stills „Gesetz der Arterie“ im Lymphologischen Zusammenhang

Ergänzungen der klassischen Lymphdrainage mittels funktionell-osteopathischer Ansätze

Beeinflussung der Septen der Gliedmassen über Écoutetechniken,

Mesenteriale und thorakale Drainagetechniken, Behandlung der Fascia clavipectoralis

 



STRAIN/COUNTERSTRAIN                                       SCS

Teilnahme-Voraussetzung/Vorkurs:
keine

Positionierung als Behandlungsprinzip / Positional Release / Fazilitiertes Unwinding

Spektrum klassischer Jones-Techniken zur Vermittlung des Therapieprinzips, Lokalisation der Tenderpoints, Feintuning der Positionierung, Modifizierung der klassischen Herangehensweise nach individuellen oder indikationsspezifischen Erfordernissen

Strain/Counterstrain in klassischer Form plus Abwandlung zum Fazilitierten Unwinding

Schwerpunkt: HWS-Techniken / Lumbale Techniken / Behandlung der Schulter

Theorie der Tenderpoint-Topographie

 

MUSCLE ENERGY                                                          ME

Teilnahme-Voraussetzung/Vorkurs:
cura Zertifkat in Parietaler Osteopathie

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Post-Isometrischer Relaxation

Verfeinerungsstrategien von PIR und Isotonischer Kontraktion

Jenseits von Fryette: Muscle-Energy-Diagnostik und Befundung segmentaler somatischer Dysfunktion

Screening regionaler Typologien. Bestimmung adaptiver Asymmetrien bzw. ursächlicher Kern-Läsionen. Fokus: HWS und LWS

Wechselwirkung von aktiven Techniken mit Ausrichtung des Muskeltonus und atemsynchroner propriozeptiver Lösung

Integration direkter Techniken in die Funktionelle Osteopathie

Zink-Techniken/Kompensationsmuster (Common Compensatory Pattern, UCCP)